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Direkter Draht für mehr Transparenz und Mitsprache

10.05.2012

Neues Bürgerportal soll Dialog mit der Verwaltung erleichtern - Kostenfrei

Philipp Epstein stellt im Rathaus das neue Internet-Portal vor. Foto: Kreutz (ek). Bürger sein bedeutet mehr als nur Einwohner sein. Der mündige und engagierte Bürger ärgert sich nicht nur über das Schlagloch auf dem Weg zur Arbeit, sondern meldet es auch, damit schnellstmöglich Abhilfe geschaffen werden kann. Doch nur wenn ihm das leicht gemacht wird, kommt er auch mit anderen Anliegen und Anregungen auf die Kommune zu. Ein neues Internet-Portal steht seit Dienstag den Neu-Anspacher Bürgern für den direkten, unkomplizierten und konstruktiven Dialog mit der Verwaltung zur Verfügung.

Der Bad Homburger Abiturient und angehende Student der Wirtschaftsinformatik, Philipp Epstein, hat das Portal entwickelt und seit etwa 14 Tagen für die Stadt Bad Homburg freigeschaltet. Neu-Anspach ist die zweite Kommune überhaupt und die erste Kommune im Usinger Land, die diese Möglichkeit nutzt, um mit den Bürgern zu kommunizieren. Es gab mit dem Bürger-Chat schon einmal einen Ansatz in diese Richtung. Das hat fast zwei Jahre funktioniert, dann schlichen sich immer mehr unsachliche und dann auch beleidigende Einträge ein und Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) schloss den Bürger-Chat wieder.

Neuer Versuch

Dass er jetzt einen neuen Versuch wagt, liegt maßgeblich an zwei Sachverhalten. Das Portal ist für die Nutzer und die Kommune kostenlos, und der Administrator moderiert das Portal, entscheidet also, welche Beiträge veröffentlicht werden und ordnet sie sachbezogen verschiedenen Kategorien zu. Mit dieser Zuordnung ist die Weiterleitung an die zuständigen Mitarbeiter in der Verwaltung verbunden, die sich dann darum kümmern können.

Das bedeutet, der Bürger erhält eine Antwort auf Fragen oder die Information, dass entsprechende Maßnahmen eingeleitet oder übergeordnete Behörden eingeschaltet werden. Das Ganze erfolgt öffentlich, sodass auch andere Portalnutzer mit ähnlichen Anliegen die Dringlichkeit einer Anfrage verstärken oder Vorgänge bis zur Erledigung nachverfolgen können. So entstehen Öffentlichkeit und Transparenz und ein direkter Draht zwischen den Bürgern und der Verwaltung.

Der Bürgermeister erhofft sich von dem Portal noch mehr Effizienz, weil Hinweise direkt und umfassend an die richtige Stelle im Rathaus gelangen. Über diesen neuen und schnellen Weg der Kommunikation werden sich vielleicht auch Bürger beteiligen, die den Gang ins Rathaus oder den Griff zum Telefonhörer scheuen, wenn es darum geht, Probleme oder schlicht Ereignisse des öffentlichen Lebens einfach mal aufzuzeigen. Auf diese Weise kann jeder Bürger etwas für seine Stadt tun. Der Bürgermeister weist aber ausdrücklich darauf hin, dass das Portal auf die Kommunikation mit der Verwaltung ausgelegt ist und kein Forum für politische Diskussionen darstellt.

Epstein will das Portal möglichst schnell erweitern nicht nur im Usinger Land und im Hochtaunuskreis. Auf jeden Fall will er das Portal weiterhin kostenlos anbieten, und dazu sucht er als Investoren ortsansässige Unternehmen, deren Werbung themenbezogen zugeschaltet wird. Da er auch zukunftsweisend den Bereich des „E-Government“ in der Verwaltung vorantreibt, hofft er auch auf finanzielle Unterstützung von Bund und Land.

Interessierte Bürger finden das neue Portal unter www.buergersein.de.

Quelle: Usinger Anzeiger

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